Uganda - zu den Mondbergen und Berggorillas

In den ersten Januartagen 2006 waren wir in Uganda - der Perle Ostafrikas unterwegs.

Unser Ziel war der Ruwenzori, neben Kilmandscharo und Mt.Kenia der dritte 5000er Ostafrikas. Der Name bedeutet "Regenmacher" und demenstprechend ist das Wetter, es regnet fast das ganze Jahr und die Gipfel sind eigentlich immer in Wolken. Dadurch gibt es viele Sümpfe und eine einzigartige Vegetation.

Nach einer Fahrt von der Hauptstadt Kampala in den Osten des Landes an die Grenze zu Kongo beginnt die Tour in Nyakalengija mit dem Wiegen des Gepäcks, da die Träger auf den extrem schlechten sumpfigen Pfaden nur 12,5kg fremdes Gepäck tragen.

Dann geht es 3 Tage bis auf 4000m Höhe, zunächst durch den Bergregenwald, die Bambuszone und dann die weiten Sumpfgebiete. Hier waren Gummistiefel das mit Abstand beste Schuhwerk. Abgesehen vom sehr mühsamen Laufen war die Vegetation einfach grandios.

Der Ruwenzori ist ein Faltengebirge und besteht aus mehreren Massiven. Von der knapp 4000m hoch gelegenen Bujuku Hütte aus war der 4800m hohe Mt.Speke unser erstes Ziel. Es ging über ziemlich steile und glitschige Grashänge, zuletzt über Schnee und leichte Kletterei - leider alles im Nebel. Von unserem afrikanischen Führer lernten wir, das man Steigeisen auch an Gummistiefel schnallen kann

Nun ging es, wieder im Nebel, zur 4500m hoch gelegenen Elena Hütte - dem Ausgangspunkt für den Gipfelsturm auf den Hauptgipfel, die 5109m hohe Margherita. Wir hatten extremes Glück mit dem Wetter und einen zwar sehr stürmischen aber früh wolkenlosen Tag und so war der Anstieg über leichtes Gletschergelände und zuletzt leichte Kletterei wunderschön. Aufgrund des Sturms war keine längere Gipfelrast möglich - aber wir waren glücklich die Berge überhaupt zu sehen.

Den Abschluss dieser gelungenen Tour bildete ein Ausflug zu den Berggorillas. Für stolze 360 $ pro Person darf man nach anstrengendem Anmarsch durch dichten Dschungel eine Stunde bei den beeindruckenden Tieren sein - trotz des Preises absolut lohnenswert.

© Ali

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